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Pflegekostenversicherung

Pflegekosten preiswert absichern

  • Egal ob bei teilstationärer oder stationärer Pflege
  • Im eigenen Haus oder bei Kurzzeitpflege
  • Zuschüsse zur Verbesserung des häuslichen Wohnumfeldes möglich
  • Steuerlich absetzbar als Vorsorgeaufwendung
  • Sehr günstige Tarifbeiträge von unter zehn Euro im Monat!

Mit die günstigste Alternative bei den privaten Pflegeversicherungen

Um die Deckungslücke im Pflegefall zu schließen, kann auch die Pflegekostenversicherung abgeschlossen werden. Die Versicherer übernehmen in dieser Police die anfallenden Pflegekosten direkt, allerdings werden sie meist nicht in voller Höhe getragen. Dadurch können die tatsächlich anfallenden Pflegekosten zum Teil von der gesetzlichen Pflegeversicherung und zum Teil von der Pflegekostenversicherung getragen werden.

Zwei Möglichkeiten der Pflegekostenversicherungen haben sich dabei durchgesetzt:


  • 1. Gesetzliche Pflegeleistungen werden um einen prozentualen Anteil aufgestockt.
  • 2. Restkosten werden ganz oder teilweise, meist bis zum Erreichen einer Jahresobergrenze, aufgestockt.

Anfallende Kosten müssen nachgewiesen werden

Die tatsächlich anfallenden Pflegekosten müssen nachgewiesen werden, um Leistungen aus der Pflegekostenversicherung zu erhalten. Das heißt, dass dem Versicherer alle vorliegenden Rechnungen auch vorgelegt werden müssen.

Was wird übernommen?

Übernommen werden von der Pflegekostenversicherung verschiedene, anfallende Kosten. Dazu zählen unter anderem:

  • ambulante Pflege durch professionelle Pflegedienste,
  • Hilfsmittel,
  • Fahrten zu Ärzten,
  • Transportkosten für den Transport zum Krankenhaus oder Tagespflegeeinrichtungen,
  • stationäre Pflegekosten,
  • Transportkosten für die stationäre Pflege

Nicht übernommen werden hingegen die so genannten Hotelkosten in der stationären Pflege, also die Kosten, die für die Unterbringung oder die Mahlzeiten entstehen.

NEU seit 01.01.2017

Die Pflegereform 2017 ist in Kraft getreten und bringt im Pflegebereich zahlreiche Veränderungen mit sich. Die zentrale Veränderung, die aus dem Zweiten Pflegestärkungsgesetz (PSG II) hervorgeht, ist die Umwandlung von Pflegestufen in Pflegegrade.

Wann lohnt sich die Pflegekostenversicherung?

Die Pflegekostenversicherung gehört zu den günstigen privaten Pflegeversicherungen. Sie ist allerdings auch recht unflexibel. Die Leistungen werden nicht an den Pflegebedürftigen ausgezahlt, sondern es erfolgt eine direkte Abrechnung mit dem Leistungserbringer (Pflegedienst, Pflegeheim). So kann der Patient nicht selbst über das Geld bestimmen. Außerdem gibt es die Gefahr der Überversicherung, denn in der Pflegekostenversicherung verfallen die Versicherten, aber nicht in Anspruch genommenen Leistungen.

Daher ist die Pflegekostenversicherung in erster Linie für diejenigen geeignet, die sich sicher sind, einmal professionelle Pflege in Anspruch zu nehmen. Wer sich dagegen von Angehörigen pflegen lassen will, wird aus der Pflegekostenversicherung keine Leistungen erwarten dürfen. Er sollte sich bei den Alternativen, wie der Pflegerenten- oder Pflegetagegeldversicherung, umsehen.

Welche Variante der Pflegekostenversicherung ist sinnvoller?

Wie bereits erwähnt, haben sich bei der Pflegekostenversicherung in erster Linie zwei Varianten durchgesetzt, die prozentuale Aufstockung und die Restkostenübernahme. Doch welche Variante ist besser? Bei der prozentualen Aufstockung werden die gesetzlichen Leistungen in der Regel um 90 bis 100 Prozent aufgestockt. Das reicht aber in vielen Fällen trotzdem nicht aus, um alle verbleibenden Kosten der Pflege zu tragen. Bei der Restkostenübernahme wird allerdings auch nicht immer der komplette Restbetrag übernommen. Zeit also, die Vor- und Nachteile der beiden Varianten genauer unter die Lupe zu nehmen:

Vor- und Nachteile der prozentualen Aufstockung

Vorteilhaft bei der prozentualen Aufstockung ist, dass diese an die Leistungen aus der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung gekoppelt ist. Das heißt, sollten die gesetzlichen Leistungen erhöht werden, erhöhen sich auch die Leistungen aus der Pflegekostenversicherung. Da diese Erhöhung der gesetzlichen Leistungen in der Vergangenheit schon des Öfteren durchgeführt wurde, ist dieser Vorteil auch in der Praxis relevant.

Allerdings ist die tatsächliche Kostensteigerung oft deutlich höher, als die Erhöhung der gesetzlichen Leistungen. Dadurch wird die Pflegelücke zunehmend größer und die Pflegekostenversicherung kann diese Lücke nicht mehr schließen.

Vor- und Nachteile der Restkostenübernahme

Auch die Variante der Restkostenübernahme kommt natürlich mit Vor-, aber genauso Nachteilen daher. Die Kostensteigerungen in der Pflege werden von der Pflegekostenversicherung mit Restkostenübernahme weitestgehend getragen. So kann die Pflegelücke nahezu vollständig geschlossen werden.

Als nachteilig gestalten sich jedoch die Vertragsbedingungen. Sie sehen die Restkostenübernahme nur bis zu einer vereinbarten Jahresobergrenze vor. Gerade im Bereich der stationären Pflege und wenn dann noch eine hohe Pflegestufe/hoher Pflegegrad vorliegt, reichen die gesetzlichen und privaten Leistungen oft immer noch nicht aus, um alle Pflegekosten abzudecken.