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Rürup-Rente

Hohe Steuervorteile vor allem für Selbstständige & Freiberufler

  • 84% der Beiträge sind komplett steuerlich absetzbar
  • Knapp 45.000 € p.a. sind steuerlich insgesamt ansetzbar
  • Flexible Einzahlungen sind möglich
  • Lebenslange garantierte Rentenzahlung
  • Derzeit mehr als 50 Anbieter mit im Vergleich

Die Rürup Altersvorsorge hilft Steuern zu sparen

Zu den privaten und staatlich geförderten Altersvorsorgeprodukten gehört auch die Rürup Rente. Sie ist ebenfalls als Basisrente bekannt. Seit 2005 gibt es diese Form der Rente, die als Rentenvertrag abgeschlossen wird. Dabei ist aber die Rürup Rente nicht umlagenfinanziert, wie die gesetzliche Rentenversicherung, sondern kapitalgedeckt. Eingeführt wurde sie vom Ökonomen Bert Rürup, von dem sie auch ihren Namen erhalten hat.

Für wen ist die Rürup Rente geeignet?

Die Rürup Rente richtet sich in erster Linie an Selbstständige, die nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind und daher auch nicht von der Riester Rente profitieren können. Mit der Rürup Rente wollte der Gesetzgeber auch dieser Zielgruppe eine staatlich geförderte Altersvorsorge anbieten. Weiterhin können Angestellte von der Basisrente profitieren. Sinn macht sie hier aber nur, wenn die Angestellten ein sehr hohes Einkommen aufweisen und damit verbunden eine hohe Steuerlast zu tragen haben.

Für wen sich die Rürup Rente nicht eignet

Geringverdiener, die nur ein sehr niedriges oder gar kein Einkommen haben, das versteuert werden muss, sollten Abstand von der Rürup Rente nehmen. Sie hat ihnen nichts zu bieten.

Worauf sollte man bei der Rürup Rente achten?

Die Rürup Rente tritt in vielen Tarifen auf und wird von ebenso vielen Anbietern auf den Markt gebracht. Vor dem Abschluss sollte man daher einige grundlegende Dinge beachten. Zunächst muss die Entscheidung für die klassische Rentenversicherung oder die fondsgebundene Rürup Rente getroffen werden. Eine Wechselmöglichkeit sollte im Vertrag festgelegt werden, da der Anbieterwechsel sonst nahezu unmöglich ist.

Zudem muss der Anbieter ein so genanntes Rürup Zertifikat vorlegen. Dieses bescheinigt ihm, dass er die Vorgaben des Gesetzgebers erfüllt und das Produkt somit förderfähig ist. Es kann jedoch kein Garant dafür sein, dass die Produkte des Versicherers auch gut sind.

Wie kommt man in den Genuss der Förderung?

Die Rürup Rente wird durch steuerliche Vorteile gefördert. Zulagen fließen dabei nicht. Damit diese steuerlichen Vorteile gewährt werden, sind bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen, wie etwa das Vorliegen des Rürup Zertifikats. Außerdem müssen die Versicherer

  • eine lebenslange, monatliche Leibrente im Vertrag garantieren,

  • mit der Rentenzahlung nicht vor dem 60. Lebensjahr bei Verträgen, die vor 2012 abgeschlossen wurden, bzw. vor dem 62. Lebensjahr bei jüngeren Verträgen beginnen,

  • im Vertrag festlegen, dass die Ansprüche aus diesem nicht

    • vererbbar,

    • beleihbar,

    • kapitalisierbar oder

    • veräußerbar sind.

Wer ist förderberechtigt?

Von den steuerlichen Förderungen der Rürup Rente können ausschließlich Personen profitieren, die einkommenssteuerpflichtig sind und ihren ständigen Wohnsitz bzw. den gewöhnlichen Aufenthaltsort in Deutschland haben. Zu ihnen zählen also

  • Selbstständige,

  • Freiberufler,

  • Senioren,

  • Beamte und

  • Arbeitnehmer.

Tipp der Redaktion

Die Rürup Rente lohnt sich für besserverdienende Arbeitnehmer, Beamte und vorallem Selbstständige und Freiberufler. Da Selbstständige und Freiberufler immer von der steuerlichen Absetzbarkeit der Beiträge profitieren. Für Arbeitnehmer mit geringem Einkommen ist die Riester Rente dank staatlicher Förderung die bessere Wahl.

Varianten der Rürup Rente

Die Basisrente kann, ebenso wie die Riester Rente, in verschiedenen Varianten abgeschlossen werden. Durchgesetzt haben sich drei Modelle:

  1. 1. Klassische Rentenversicherung
  2. 2. Fondsgebundene Rentenversicherung
  3. 3. Fondssparplan

Die klassische Rentenversicherung überzeugt mit einer hohen Sicherheit. Schon früh steht dabei fest, welche Rentenzahlungen im Alter zu erwarten sind. Allerdings sind die Kosten für den Abschluss sowie die laufenden Verwaltungskosten sehr hoch.

Wer mehr Rendite erwirtschaften will, kann sich für die fondsgebundene Rentenversicherung entscheiden. Diese birgt allerdings den Nachteil des Verlustrisikos und schwankender Kurse. Das gilt ebenfalls für den Fondssparplan. Monatlich werden mit den eingezahlten Beiträgen Fondsanteile erworben. Diese wiederum sind mit einem bis zu fünfprozentigen Ausgabeaufschlag versehen, hinzu kommen die Gebühren für das Management des Fonds, die bei durchschnittlich um die zwei Prozent liegen. Damit sind die Kosten sehr hoch und verlässliche Prognosen über die zu erwartende Rentenhöhe lassen sich nur schwerlich machen.

Vor- und Nachteile der Rürup Rente

Wie fast jede Versicherungsform hat auch die Rürup Rente zahlreiche Vor- und Nachteile zu bieten. Die wichtigsten wollen wir im Folgenden kurz aufführen:

Vorteile der Rürup Rente

Der größte Vorteil der Rürup Rente liegt in den steuerlichen Entlastungen. Es gibt hier einen Sonderausgaben-Abzug. Dieser kann bis zu 20.000 Euro pro Jahr betragen und wirkt sich sofort auf die eigene Steuerlast aus. Dabei gilt, dass Beiträge bis zu 20.000 Euro jährlich steuerlich abgesetzt werden können. Diese werden derzeit aber nur prozentual berücksichtigt. 2005 konnten 60 Prozent der tatsächlich eingezahlten Beiträge abgesetzt werden, 2008 waren es bereits 66 Prozent, 2017 sind es 84 Prozent. Also 19.624 Euro und bei Ehepaaren 39.248 Euro. Ab 2025 können alle in die Rürup Rente eingezahlten Beiträge steuermindernd wirksam werden, sofern der Höchstbetrag von 20.000 Euro nicht überschritten wird. Der Sonderausgaben-Abzug kann geschmälert werden, wenn bereits Beiträge zu berufsständischen Versorgungswerken gezahlt wurden.

Weitere wichtige Vorteile sind:

  • Rürup Rente gehört zum geschützten Vermögen: Dadurch wird das in diesen Verträgen angesparte Kapital nicht angerechnet, wenn ALG II beantragt wird.

  • Pfändungsschutz in der Ansparphase: Genau wie das Kapital in der Riester Rente ist das Kapital der Rürup Rente in der Ansparphase vor Pfändungen und Insolvenzforderungen geschützt.

  • Hohe Flexibilität bei den Sparraten: Zudem lässt sich die Basisrente sehr flexibel besparen. Geringe monatliche Beiträge sind dabei die Norm, die meist gegen Ende des Jahres durch eine höhere Einmalzahlung aufgestockt werden können. Es besteht aber keine Pflicht, diese hohen Zahlungen jedes Jahr durchzuführen.

  • Rentenzahlung erfolgt ein Leben lang: Die Rentenzahlung aus der Basisrente erfolgt lebenslang. Dadurch ergibt sich eine erhöhte Planungssicherheit für den Anleger.

  • Beitragsfreistellung: Sollten die Beiträge einmal nicht mehr aufgebracht werden können, kann eine Beitragsfreistellung mit dem Anbieter vereinbart werden.

Nachteile der Rürup Rente

Neben den Vorteilen der Rürup Rente ergeben sich natürlich auch einige Nachteile. Hier ist ebenfalls zunächst der steuerliche Aspekt zu berücksichtigen. In der Auszahlungsphase sind die Rentenzahlungen aus der Basisrente nämlich zu versteuern. Die 100-prozentige Versteuerung gilt dabei ab 2040, vorher finden Anpassungen in Zwei-Prozent-Schritten bis 2020 und in Ein-Prozent-Schritten bis 2040 statt. Wer 2005 in Rente ging, musste nur 50 Prozent der Basisrente versteuern. Wer dagegen 2017 in Rente geht, muss die Einkünfte schon zu 74 Prozent versteuern, 2020 werden es bereits 80 Prozent sein. Man spricht hierbei auch vom Kohortenprinzip.

Weitere Nachteile der Rürup Rente sind:

  • Keine Kündigung: Verträge können nicht gekündigt werden, auch ein Rückkaufswert entsteht bei vorzeitiger Kündigung nicht.

  • Kein Hinterbliebenenschutz: Sollte die versicherte Person in der Ansparphase oder Auszahlungsphase versterben, verfällt das gesamte bis dato angesparte Kapital. Allerdings besteht die Möglichkeit, eine Zusatzversicherung für den Hinterbliebenenschutz gegen Aufpreis zu buchen. Diese Möglichkeit bieten jedoch nicht alle Versicherer an.

  • Gebühren für Zuzahlungen: Zuzahlungen, die die monatlichen Beiträge erhöhen sollen, werden in der Rürup Rente mit zusätzlichen Gebühren belastet.

  • Keine Übertragbarkeit: Auch eine Übertragung des angesparten Guthabens auf einen anderen Vertrag ist nicht möglich. Lediglich eine Beitragsfreistellung kann vorgenommen werden.

  • Kein Kapitalwahlrecht: In der Rürup Rente gibt es keine Einmalauszahlungen. Stattdessen kann das Guthaben mit Erreichen des Rentenalters nur als monatliche Rente ausgezahlt werden. Man spricht hier auch von der Verrentungspflicht.

  • Festgelegter Rentenbeginn: Zudem kann bei der Basisrente die Rentenzahlung frühestens ab dem 60. Lebensjahr beginnen, sofern der Vertrag vor 2012 abgeschlossen wurde. Bei jüngeren Verträgen ist die Auszahlung frühestens ab dem 62. Lebensjahr möglich.

FINANZtest-online sagt:

".Für Sparer, die nicht von der Riester-Förderung profitieren können, gibt es eine Alternative: Die Rürup-Rente. Mit dieser geförderten privaten Vorsorge will der Staat vor allem Selbstständigen beim Sparen fürs Alter unter die Arme greifen. Für gutverdienende Selbstständige ist die Rürup-Rente Steuersparmodell und Altersvorsorge in einem, denn der Staat subventioniert die Beiträge...." (06.07.2016)

Wie kann ich die Rürup Rente kündigen?

Grundsätzlich sollte man von einer Kündigung der Rürup Rente absehen. Es besteht hier keine Möglichkeit, sich das Kapital sofort auszahlen zu lassen. Lediglich eine Beitragsfreistellung kann in finanziellen Notlagen gewährt werden, so dass keine weiteren Beiträge mehr eingezahlt werden müssen. Der Vertrag ruht in diesem Falle.

Eine Kündigung ist demnach nur binnen 30 Tage nach Vertragsabschluss möglich, ohne dass dafür Gründe genannt werden müssen. Ausnahmen gelten, wenn wichtige Informationen vom Versicherer vor dem Vertragsschluss nicht an den Versicherten übergeben wurden. In diesem Fall kann bis zu einem Jahr nach Vertragsabschluss gekündigt werden.